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Checkliste Tapezieren – Was ist zu beachten?

Wer alleine tapezieren möchte, der kann sich  unter Beachtung einiger wichtiger Ratschläge und Hinweise ans Handwerk machen. Das handwerkliche Können ist nur durch die Praxis mit dem Thema zu erlangen. Handwerkliche Geschicklichkeit muss man erlernen und nach einigen Objekten wird sich ein Erfolg einstellen, denn mit dem „do it yourself“ kann man auch einiges an Geld sparen.

Um bestmöglich voran zu kommen brauchen Sie die geeigneten Utensilien und das passende Material, das Ihnen die Arbeit erleichtert. Beim Standardwerkzeug, das Sie immer wieder verwenden können, kann man nicht viel verkehrt machen, aber beim Kauf der Tapeten ist einiges zu beachten, um Ärger, erhöhten Ausgaben oder Misserfolgen mit Zeitverlust aus dem Weg zu gehen. Das wichtigste ist der ausreichend große Tapeziertisch und weiter ein Kunststoffeimer zum Leimeinrühren. Um den Kleber auf die Tapete aufzutragen brauchen Sie einen Kwass und um die Tapete an der Wand glattzustreichen eine Tapezierbürste. Für das Ausmessen des Raumes und der Tapetenlänge ist ein Gliedermessstab fabelhaft geeignet und hervorragend eignet sich zum Anzeichnen ein Bleistift und zum Schneiden eine Papierschere und ein Kattermesser. Förderlich ist noch eine Leiter, damit Sie bis an die Zimmerdecke reichen. Ein Nahtroller und eine kurzflorige Walze für Vliestapeten kann das Andrücken der Tapete erleichtern.

Jetzt brauchen Sie nur noch Tapete und den passenden Kleber zu kaufen und das unter Beachtung wichtiger kleiner Details die auf der Banderole der Tapetenrolle zu lesen sind. Das Euro-Rollenmaß beträgt 10,05x0,53 m und danach können Sie anhand der Wandhöhe und der Wandlänge die Anzahl der benötigten Rollen berechnen. Wenn Sie sich dann für ein Muster entschieden haben, schauen Sie auf die wichtigen Symbole in Bezug auf die Eigenschaften des Wandschmucks und heben Sie diese Banderole auch bis alle Arbeiten erledigt sind auf. Elementar ist die Anfertigungs-Nummer, denn wenn Sie wegen eines Missgeschicks Tapete nachkaufen wollen gibt Ihnen diese Nummer die Sicherheit die gleiche Farbnuance wieder zu haben. Bedeutsam kann auch die Abwaschbarkeit sein, die mit verschiedenen Wellensymbolen gekennzeichnet ist. Die verschiedenen Sonnenzeichen geben Auskunft über die Lichtbeständigkeit. Ein ganz brisantes Thema sind die Symbole über den Musteranschluss. In der Bezeichnung mit der „0“ ist die Bedeutung, dass die Tapete bei jedem Ansatz geschnitten werden kann und das Muster passt immer. Ist ein versetzter Ansatz von beispielsweise 75cm als Maßangabe gekennzeichnet, müssen Sie immer bei jedem Bahnzuschnitt 75cm wegschneiden damit das Muster passend neu angesetzt werden kann. Entweder Sie akzeptieren das oder Sie suchen sich ein anderes Muster aus bzw. Sie kaufen so viel Rollen Tapete dazu, um den Verschnitt auszugleichen. Für die verschiedenen Tapetenarten gibt es dann auch den geeigneten Tapetenkleister.

 Ausschlaggebend für eine gute Arbeit ist der Untergrund der Wand. Alte Tapete sollte gründlich entfernt werden auch wenn das ein unglückliches und zeitaufwendiges Vergnügen ist. Dafür eignet sich eine Stachelwalze mit der die Tapete an der Wand zerlöchert wird und dann mit Tapetenlöser eingeweicht wird. Mit einem Spachtel wird die alte Tapete dann runtergespachtelt. Risse und Löcher möchten glatt mit Spachtelmasse verspachtelt werden. Bei sandigen Untergründen (im Altbau) ist es sinnvoll eine Grundierung aufzutragen. Und zum Abschluss sei noch für eine gefahrlose Arbeit bemerkt, dass vor dem Abweichen alter Tapeten und dem neuen Ankleben der Tapete der Strom des jeweiligen Zimmers abzuschalten ist.